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Gefahrenmanagement in Verbindung mit dem Transport von Gefahrengut in Ballungsgebieten : Entwicklung von Empfehlungen und methodologischen Instrumenten

ETUDE

Im Laufe der letzten fünfzehn Jahre sind für die lokale und regionale Verwaltung der durch den Transport von Gefahrengut entstehenden Gefahren, entsprechend den Vorschriften der Mission für Gefahrenguttransporte zu Beginn der 1990er Jahre ausgesprochenen Empfehlungen, große Umsetzungsschwierigkeiten aufgetreten. In Folge einer Studie, die die Gründe dafür analysierte, hatte dieses Projekt zum Ziel, Handlungsansätze zu definieren, um diese Schwierigkeiten zu überwinden und den Stand der Technik für die Verwaltung des Gefahrenguttransportes auf lokaler und regionaler Ebene aufzustellen.

Année d'élaboration :

2015

Méthodologie

Die Arbeit bestand in der Betreuung von sieben Workshops mit den Vertretern der Staatsdienste, der Gebietskörperschaften, spezieller Vereine und wissenschaftlicher Organisationen, die sich für diese Frage einsetzen, sowie in zusätzlichen Recherchen. Die untersuchten Gebiete sind hauptsächlich die Ballungsgebiete von Le Havre und Dunkerque, die Regionen Ile-de-France (Großraum Paris), PACA (Südostfrankreich) und Rhône-Alpes (um Lyon), sowie eine Vergleichsuntersuchung zu den Niederlanden.

Financement - Ressources

PREDIT – operationelle Gruppe Nr. 3

Résultats

19 Merkblätter zu Methoden und Erfahrungen wurden erstellt, zu folgenden Themen:

- Beurteilung des Verkehrsstromes (Region PACA, Industrie- und Hafenzone Dunkerque).

- Kennzeichnung und automatisches Erkennen der Schilder für Gefahrenguttransporte auf der Straße.

- Einschätzung der Verletzbarkeit und der Gefahren auf einer Strecke oder an einem bestimmten Standort (EQR TMD, ARAMIS…), auf dem Niveau der gesamten Lieferkette (Projekt GLOBAL), für ein bestimmtes Gebiet (Departement der Loire, Großraum Paris).

- Einschätzung der Auswirkungen von Schließungen von Tanklagern im Großraum Paris (Ile-de-France).

- Erstellung von Verkehrsplänen oder Entwurf eines Parkplatzes im Ballungsgebiet Lyon.

- Die Berücksichtigung der Gefahrenguttransporte in den Städtischen Sanierungsplänen.

- Globale Maßnahmen in den Ballungsgebieten Lyon und Le Havre oder in mehreren Städten der Region PACA.

- Umgang mit dem Risiko im Bezug auf Gefahrenguttransporte in den Niederlanden

Empfehlungen wurden ausgesprochen:

- Ein globaler Ansatz ist auf drei Ebenen wünschenswert (Region, Departement, Ballungsgebiet), dadurch soll ermöglicht werden, das Risiko zu beherrschen, indem die Tätigkeit der dafür zuständigen Berufsgruppen erleichtert und sicherer gestaltet wird, und nicht indem durch schlecht angepasste und unwirksame Verbote noch mehr Zwänge eingeführt werden. Der Handlungsspielraum ist häufig begrenzt; auch wenn die Aktionen auf globale Perspektiven ausgerichtet sind, müssen sie dennoch sehr konkret und pragmatisch bleiben.

- Um die Umsetzung solcher Maßnahmen zu fördern, dort wo der Kontext es erfordert, ist es notwendig, sich auf die Akteure und Schlüsselstrukturen stützen zu können (Präfektur, DDE, DRIRE und Städtebündnisse…). Es ist wünschenswert zwischen lokaler, regionaler und nationaler Ebene aufsteigende (Informationen nach oben weitergeben und Erfahrungen teilen) und absteigende Ansätze (Anregungen und Zurverfügungstellung von Daten und Methoden) zu verbinden.

- Im Bezug auf die Beurteilung des Verkehrsstroms und der damit verbundenen Gefahren ist es notwendig, die Ziele und Mittel dem Zweck und den Tätigkeiten anzupassen, die man denkt, umsetzen zu können, ohne sich auf zu schwere Methoden stürzen. Die Studien müssen in der Tat wie eine Hilfe zur kollektiven Überlegung und Entscheidungsfindungen aufgebaut werden, dafür ist es notwendig, zwischen der Anpassung an den lokalen Kontext und der Harmonisierung und Vergleichbarkeit auf landesweiter Ebene abzuwägen.

- Im Bezug auf die Auswahl der Strecken, der Transportmittel, der Verkehrsorganisation ist es wünschenswert, eher im Sinne von Erleichterungen als von Verboten zu denken und einfache und pragmatische Vorgehensweisen zu bevorzugen. Die Berücksichtigung der Gefahrengütertransporte in der Städtischen Verkehrsplanung gibt dieser Frage eine gewisse Sichtweite.

- Im Bezug auf die Einrichtung und Verwaltung eines Gebietes ist es wünschenswert, Maßnahmen zur Sicherung der Strecken und der unfallgefährdeten Infrastrukturen, wo starker Verkehr herrscht, zu identifizieren und einzuführen. Die schwierige Frage der Parkplätze erfordert eine besondere Aufmerksamkeit und Nachverfolgung. Es ist wünschenswert, dass die Gefahrengütertransporte in Entscheidungen zur Städteplanung mit eingebunden werden, insbesondere indem sie in den Dokumenten zum Straßenbau und Städteplanung berücksichtigt werden.

- Bezüglich der Vorbereitung des Unfallsmanagements ist es notwendig, dafür zu sorgen, die Tätigkeit der Personen, die sich um die Vorbeugung und derjenigen, die sich um das Krisenmanagement kümmern, zu koordinieren, insbesondere durch: Weitergabe von Informationen; regelmäßige Übungen; Feedback zu erfolgreichen Erfahrungen. Es ist wünschenswert darauf zu achten, dass die Gefahrengütertransporte in den Städtesanierungsplänen berücksichtigt werden, indem zum Beispiel den Kommunen Informationen zum Verkehrsstrom und den damit verbundenen Gefahren gegeben werden.

- Die lokalen Akteure sind derzeit wenig informiert und ausgebildet. Es muss darauf geachtet werden, dass die Gefahrengütertransporte in den DDRM (Datei hoher Risiken) und den DICRIM (Kommunales Informationsblatt zu hohen Risiken) berücksichtigt werden und man muss sich auf lokale Strukturen Typ SPPPI (Sekretariat zur Vorbeugung Industrieller Umweltverschmutzung) und CLIC (Lokale Informations- und Beratungskomitees) stützen.

Contacts

  • Nom/Titre : Philippe Blancher et Sandrine Maillet
  • Organisme : Asconit Consultants und Internationales Zentrum für Ressourcen und Innovation für die nachhaltige Entwicklung (CIRIDD)
  • Email : philippe.blancher@asconit.com und sandrine.maillet@ciridd.org

Informations complémentaires

Articles présentant le projet (ou des projets similaires) :

Artikel die das Projekt vorstellen (oder ähnliche Projekte)

Beispiele erstellter Merkblätter