Certu

Club Innovations Transports des Collectivités

Accueil > Verkehr und Straßenwesen > Parken

> Recherche détaillée

Parken von Autos in den Wohngebieten des Ballungsgebietes Lille : Bestandsaufnahme um im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitspolitik handeln zu können

ETUDE

Die Verantwortlichen der Gebietskörperschaften (Abgeordnete und Techniker) oder ihre Berater (Städteplanungsagenturen und Ingenieurbüros) werden regelmäßig mit der Frage des Parkens der Fahrzeuge auf öffentlichen Wegen konfrontiert, wenn es darum geht, den Status und die Funktionen des städtischen Raums neu einzuordnen, weiterzuentwickeln. Bei Studien zur Gestaltung eines Stadtviertels, Projekten zur Umgestaltung von Sozialwohnungen, Projekten zum modalen Ausgleich der Straßen (Einrichtung von Straßenbahnen oder Radwegen zum Beispiel) oder bei der Diagnose zur Städteerneuerung stellt sich immer wieder die Frage nach dem Platz des Autos. Diese Frage ist umso delikater, als die Bewohner dafür sehr empfindlich sind, denn für sie ist das Parken in der Straße wie eine Verlängerung ihres eigenen Wohnraums. Ein Parkplatz ist ein städtischer Raum (privat oder öffentlich), der definiert und beschrieben werden muss, bevor man seine Funktionsweise verstehen kann und Lösungen vorschlagen kann. Diese Frage wurde bereits in Studien zu Vierteln im Stadtzentrum untersucht (cf. PUCA-Studien). Die Doktorarbeit behandelt das Parken von Autos in mono-funktionalen Vierteln, die hauptsächlich Wohnviertel sind. Es werden dabei besonders verschiedene Städteformen untersucht (kürzlich entstandene Wohngebiete, dicht besiedelte alte Viertel und große Sozialwohnungseinheiten) sowie verschiedene Standorte (im Stadtzentrum, in Vororten oder Randgebieten von Ballungsgebieten). Ziel der Forschung ist es, den lokalen Akteuren einen globalen Analyseansatz zum Parken in Wohngebieten vorzuschlagen, der den spezifischen Fragen von Wohnvierteln angepasst ist, wobei gleichzeitig die Schnittstellen (Städteplanung, Wohnungsbau/Wohnen, Transport) und Parameter berücksichtigt werden, die die Lebensweise und Wahlmöglichkeiten der Bewohner betreffen.

 

Année d'élaboration :

2008

Origine (géographique, historique, économique, sociale…) :

Seit 2002 wurden vier Vorstudien durchgeführt, mit dem Ziel diese Studie aufzubauen, die von verschiedenen Akteuren finanziert wird: CERTU, DIV, PUCA und Lille Métropole Communauté Urbaine.
Der Gemeindeverbund Lille ist besonders gut für diese Überlegungen und Wissenseinlagen geeignet, um eine gewisse Dynamik zu diesem Thema im Rahmen der Erarbeitung der städtischen Parkpolitik auszulösen. Lille Métropole Communauté Urbaine (Gemeindeverbund Lille) hat zum Beispiel das Prinzip der Testuntersuchungen in zwei Stadtvierteln eingeleitet, um innovative und partnerschaftliche Lösungen im Bezug auf freistehende unterirdische Parkhäuser in Sozialwohnungseinheiten zu finden, während die öffentlichen Wege voll von parkenden Autos sind.

Méthodologie

Das Forschungsumfeld ist das Ballungsgebiet Lille.
Die Auswahl eines interdisziplinären Ansatzes stellt den Hauptbeitrag der These dar, um das Konzept zu definieren, die Komplexität zu beleuchten und die Funktionsweise im Herzen von mehreren Systemen aufzuzeigen. Ein thematischer Ansatz hätte es nicht möglich gemacht, die interstitielle Dimension zwischen öffentlichem und privatem Bereich zu erfassen, und auch nicht die Rolle des Parkens als Räderwerk und die Hebeleffekte zur Planung des öffentlichen Raums hervorzukehren, oder die Transportgewohnheiten zu ändern.
Die durchgeführten Analysen kreuzen drei disziplinarische Ansätze:


- eine statistische Schätzung die es ermöglicht, das Angebot an Parkplätzen in Wohngebieten (außerhalb der Strassen) durch bestehende statistische Quellen zu belegen (RGP des INSEE, Datenbank MELT/FILOCOM und Enquête Ménages Déplacements Lille Métropole). Diese Analyse, die auf der Ebene des Gemeindeverbundes Lille durchgeführt wird, wird mit einer Studie zum Gemeindeverbund Bordeaux verglichen, um mögliche unveränderliche Größen aufzuzeigen.
- eine Analyse der verschiedenen Städteformen, die spezifische Parkplatzorganisationen und einen anderen Bezug zum öffentlichen Raum notwendig machen (Orthofotos, Kartografie, Bebauungsplan…)
- eine soziologische Analyse der Wahlmöglichkeiten und Gewohnheiten beim Parken in Wohnvierteln, auf der Basis von ca. fünfzig teilstrukturierten Interviews mit Anwohnern.


Es wurde eine Zusammenarbeit ins Leben gerufen: MELT/CERTU - Lille Métropole Communauté Urbaine (Gemeindeverbund)


 

Financement - Ressources

Doktorarbeit am Forschungslabor CRETEIL (Institut für Städteplanung Paris XII).
Forschungsarbeit, die im beruflichen Rahmen durchgeführt wurde, wofür ein Weiterbildungsabkommen zwischen der Personalleitung und den Abteilungen des MELT, des CETE Nord-Picardie und dem Doktoranden unterzeichnet wurde.

Résultats

Es wird eine globale Methode angeboten, die teilweise oder im Ganzen von den technischen Abteilungen der örtlichen Gebietskörperschaften oder den Städteplanungsbüros genutzt werden kann. Im dritten Teil der Doktorarbeit wird diese Methode zu konkreten Versuchstests führen, die im Ballungsgebiet Lille in bestimmten Vierteln umgesetzt werden können oder die bereits umgesetzt wurden.

Contacts

  • Nom/Titre : Sylvie MATHON
  • Organisme : CETE Nord-Picardie
  • Email : sylvie.mathon@developpement-durable.gouv.fr