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Verkehrspolitik und Zugang zur Stadt für alle ? Eine Bewertungsmethode angewandt auf das Stadtgebiet Lyon

ETUDE

Die Bewertungsmittel, die in Frankreich verwendet werden, um die Entscheidungsträger über die Verkehrspolitik im städtischen Umfeld zu informieren, berücksichtigen nicht ausreichend die soziale Dimension dieser Politik. Dabei wird dieser Aspekt immer wichtiger. Aufbauend auf einem theoretischen Ansatz von Amartya Sen, ist das Ziel dieser Doktorarbeit, eine Bewertungsmethode zu entwickeln, die diese Dimension berücksichtigt, im Bezug auf die Chancengleichheit im Zugang zu den Aktivitäten sozialer Reproduktion. Dazu wurde ein Werkzeug entwickelt, um innerhalb der Kommunen die sozialen Gruppen und die armen oder reichen Viertel im Stadtbereich zu identifizieren. Dann wurde ein Indikator des Zugangs zu bestimmten Gütern entwickelt. Dieser Indikator misst, für eine bestimmte Fortbewegungsart, für jeden Service des Güterangebotes und vom Wohnort aus, die maximale Zeit, um auf die Anzahl der Aktivitäten zuzugreifen, für 1000 Einwohner. Dieser Indikator berücksichtigt die verschiedenen Untersysteme des Stadtgebietes.

Die Methode wurde im Stadtgebiet Lyon angewendet. Es wurde zunächst gezeigt, dass Ungleichheiten zwischen den Personen und den Stadtvierteln im Zugang zu bestimmten Gütern 1999 bestehen. Diese Ungleichheiten beruhen hauptsächlich auf einen ungleichen Zugang zum Auto (dreimal so wirkungsvoll wie die öffentlichen Verkehrsmittel, um auf das Güterangebot zuzugreifen), aber auch die heterogene Verteilung der Aktivitäten und der Qualität des Angebots mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Weiterentwicklung der Lokalisierung der Aktivitäten zwischen 1990 und 1999 zeigt eine Verschlimmerung der Ungleichheiten im Zugang zwischen den armen und den reichen Vierteln. Es ist als ob die reichen Bevölkerungsschichten die funktionale Aufteilung des Bodens und die Lokalisierung der Aktivitäten gestalten, zum Nachteil der schwächeren Bevölkerungsschichten. Es wird außerdem gezeigt, dass eine starke Verbesserung des Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln nur begrenzte Auswirkungen hat, die sich häufig schwer tun, den Mangel an Zugänglichkeit aufgrund einer Veränderung der Lokalisierung der Aktivitäten zu kompensieren.

Année d'élaboration :

2007

Contacts

  • Nom/Titre : David CAUBEL
  • Organisme : LET - Laboratoire d’Economie des Transports
  • Email : david.caubel@developpement-durable.gouv.fr

Informations complémentaires

Autres :

Weitere Möglichkeiten zum Einsehen der Doktorarbeit:

http://demeter.univ-lyon2.fr/bases/off/detail_theses.php ?num_these=3345